Donnerstag, 28. August 2014

Rezension - Phantasmen von Kai Meyer




Titel: Phantasmen
Autor: Kai Meyer
Verlag: Carlsen
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 400
ISBN: 978-3-551-58292-8 
Preis: 19,90 €







Klappentext:

Eines Tages tauchten sie aus dem Nichts auf - die Geister der Toten. Millionen auf der ganzen Welt, und stündlich werden es mehr. Sie stehen da, bewegungslos, leuchtend, ungefährlich. An der Absturzstelle eines Flugzeugs, mitten in Europas einziger Wüste, warten zwei junge Frauen auf die Geister ihrer verunglückten Eltern. Rain hofft, die Begegnung wird ihrer jüngeren Schwester Emma helfen, Abschied zu nehmen. Auch Tyler, ein schweigsamer Norweger, ist auf seinem Motorrad nach Spanien gekommen, um ein letztes Mal seine große Liebe Flavie zu sehen. Dann erscheinen die Geister. Doch diesmal lächeln sie. Und es ist ein böses Lächeln.

Meinung:



Zu Beginn lernen wir Rain kennen. Sie erzählt von Ihrem Leben seit dem Tag 0, dem Tag als die Geister der Verstorbenen zum ersten Mal erschienen sind und wir bekommen einen Einblick, wie es zu diesen Erscheinungen kam. Rain (19) und ihre Schwester Emma (17) haben eine schwere Kindheit hinter sich, seit vor 3 Jahren Ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz in der Wüste Spaniens ums Leben kamen. Rain fühlt sich Emma gegenüber verpflichtet, denn nach dem Unglück hat Sie Ihre Schwester im Stich gelassen und ist nach Afrika geflüchtet. Dort hatte Rain allerdings eine sehr schwere Zeit. Jetzt sind die beiden unterwegs zur Absturzstelle des Flugzeuges, denn heute sollen die Geister der Verstorbenen erscheinen. Rain hofft, das Ihre Schwester dadurch einen Schlußstrich unter den Tod der Eltern ziehen kann.




Bisher haben sich die Geister nur mit der Sonne gedreht und niemandem ist etwas geschehen. Aber mit dem heutigen Tag ändert sich alles, denn plötzlich lächeln die Geister und dieses Lächeln ist ein böses lächeln! In ihrer Nähe bekommt man Herzrasen, Atemnot, Kopfschmerzen und ein pfeifen im Ohr bis hin zum eigenen Tod. Rain und Emma können sich in Sicherheit bringen. Nachdem Sie sich erholt haben, bemerken Sie, das ein Motorrad auf die Stelle zufährt. Ein junger Mann, namens Tyler, hält, steigt vom Motorrad und schaut sich die Geister des Flugzeugabsturzes genauer an. Er erzählt den beiden jungen Frauen, dass Sie in Gefahr seien und auf der Stelle verschwinden sollen, da noch mehr Menschen auf dem Weg hierher wären. Erst glauben Sie Ihm nicht, doch als Sie am Horizont mehrere Lichter von Autos sehen, fliehen Sie gemeinsam in die nahen Berge.

Ab hier beginnt ein richtiger Wettlauf der drei jungen Menschen. Aber vor wem oder was fliehen Sie? Und vor allem was hat es mit diesem Lächeln auf sich? Welches Geheimnis umgibt Tyler?


Das müsst Ihr natürlich selbst lesen!

Fazit:

Wie bereits erwähnt, beginnt die Geschichte mit Rain. Ich fand Sie am Beginn  arrogant und nur auf sich bedacht. Alles war Ihr egal. In kurzen Sätzen bekommt der Leser einen Überblick über Ihr bisheriges Leben. Auch Ihre Gedanken bekommen wir als Lesen vermittelt. Aber nachdem ich gelesen hatte, was in Afrika geschehen war, konnte ich sie besser einschätzen und verstand, warum Sie so war. Mit jeder weiteren Seite, die ich gelesen habe, mochte ich Sie mehr und mehr und wurde mir sympathisch. Ihre Schwester Emma dagegen, hatte ich sofort ins Herz geschlossen. Durch den frühen Tod der Eltern und dem Verschwinden Rain´s war Sie, trotz Ihrer Großeltern, auf sich gestellt und hatte einen Schutzwall um sich errichtet. Ich fand Sie sehr authentisch und sympathisch und trotz all dem Schmerz liebt Sie Ihre Schwester. Tyler konnte ich zu Beginn nicht richtig einschätzen und war Ihm gegenüber skeptisch, da er nur ein Ziel (welches ich hier jetzt nicht verrate) verfolgt, egal mit welchen Mitteln. Den Grund dafür, kann ich aber absolut nachvollziehen und hätte wahrscheinlich genauso gehandelt.

Der Schreibstil von Kai Meyer hat mir sehr gut gefallen. Es war sein 1. Buch, welches ich gelesen habe. Die Geschichte ließ mich einfach nicht mehr los, denn ich musste wissen, wie es weitergeht und so hatte ich das Buch innerhalb von 3 Tagen gelesen. Die Idee hinter den Geistern fand ich spannend.

Auch wenn mir das Ende dann doch etwas zu schnell kam, gebe ich dem Buch
4,50 / 5,00 Sternen. Ich kann das Buch nur empfehlen.

- Könnt Ihr mir andere Bücher von Kai Meyer empfehlen?
- Habt Ihr das Buch schon gelesen und wie fandet Ihr es?

Ich freue mich auf einen Austausch mit Euch und nun lasst die Tasten glühen :)

Donnerstag, 21. August 2014

Rezension - Westside Blvd. - Entführung in L.A. - Torsten Hoppe

Vor einiger Zeit erhielt ich eine E-Mailanfrage des Autors Torsten Hoppe. Er fragte mich, ob ich Lust hätte sein Debütroman WESTSIDE BLVD. - Entführung in L.A. zu lesen. Nachdem ich mir den Klappentext durchgelesen hatte, nahm ich Kontakt zu Torsten auf und wir unterhielten uns kurz. Das Buch und der nette Kontakt haben meine Entscheidung leicht gemacht und so habe ich zugesagt. Nochmals danke für die Bereitstellung des Buches, lieber Torsten.

Eine Autorenvorstellung inklusive einem kleinen Interview findet Ihr am Ende des Beitrages.




Titel: Westside Blvd. - Entführung in L.A.
Autor: Torsten Hoppe
Verlag: neobooks Self-Publishing
erhältlich nur als eBook!
ISBN: 978-3847-6475-08
Seiten: 473 Preis: 2,99 €




Klappentext:

Die junge Schauspielerin Heather Simms wird in L.A. auf dem Weg nach Hause entführt. Während die Polizei verzweifelt versucht, Hinweise oder Spuren zu finden, verfolgt der Entführer seine ganz eigenen, ungewöhnlichen Pläne. Unter dem Deckmantel der Gerechtigkeit stellt er Forderungen, doch Lieutenant Steve Delaney vom LAPD muss schnell feststellen, dass dieser Fall nach keinem gängigen Schema abläuft. Während die Polizei im Zuge der Ermittlungen zu unkonventionellen Mitteln greifen muss, spürt auch Heather bereits sehr bald, dass sie in den Händen eines unberechenbaren Psychopathen gelandet ist.
Sie sieht sich gezwungen, einen gefährlichen Kampf um ihr Leben zu führen.
Einen Kampf, für den ihr niemand ein fertig geschriebenes Drehbuch reichen kann und dessen Regeln sie erst erlernen muss...


Meinung:

Zu Beginn des Buches begleiten wir die junge Schauspielerin Heather Simms und lernen diese kennen. Die Geschichte wird aus Ihrer Sicht, also der Ich-Perspektive, erzählt. Sie ist 17 Jahre alt und rein zufällig zur Schauspielerei gekommen. Daher zieht Sie von Ihrer Heimatstadt San Diego in das große L.A., um dort in der TV Serie "Westside Blvd." mitzuspielen. Heather ist eine kleine Perfektionistin, selbstbewusst und ein nettes unkompliziertes Mädchen, das mit allen Menschen gut klar kommt und keine Feinde hat. Die Schauspielerei macht Ihr Spaß und sie steckt viel Herzblut in diese Sache. Bis zu diesem Abend, als Sie auf dem Nachhauseweg überfallen und entführt wird....  Der zweite wichtige Hauptprotagonist ist Steve Delaney. Er arbeitet als Lieutenant bei der Major Case Squad von Los Angeles und bekommt den Fall von Heather zugeteilt. Steve ist geschieden und hat eine kleine Tochter. In seinen über 20 Jahren als Polizist hat er schon viele Fälle bearbeitet und gelöst, aber dieser Fall wird eines seiner schwersten. Steve ist mit seinem Job "verheiratet" und füllt diesen mit Leben aus. Ich fand ihn sehr authentisch und sympathisch, kurz ich mochte ihn. Beide Hauptprotagonisten fand ich gut ausgearbeitet und gerade Heather zauberte mir mit Ihrer Art (während der Gefangenschaft) das eine oder andere Mal ein Lächeln auf die Lippen. Als Beispiel nennt Sie Ihren Entführer "Psycho Gary". Ein Name der wie die Faust aufs Auge passt :) Auch erhalten wir einen Einblick in die Gefühlswelt der Eltern von Heather. Ihre Mutter ist nahe an einem Nervenzusammenbruch und Ihr Vater wird in das perfide Spiel von Psycho Gary eingebunden. Denn Ihr Vater, John, soll ein Verbrecher sein und für seine Taten büßen. Der Entführer will Gerechtigkeit, aus diesem Grund hat er Heather entführt. Ein Nervenkrieg zwischen dem Entführer und der Polizei entbrennt. Denn Psycho Gary hinterlässt Steve Delaney kaum Anhaltspunkte, um den Aufenthaltsort von Heather zu finden.

Fazit:

Das Buch und die Geschichte haben mir gut gefallen. Sie ist flüssig geschrieben, der rote Faden war jederzeit erkennbar und klar strukturiert. Der Grund hinter der Entführung von Heather, also das Motiv des Entführers, war mal etwas Neues. Auch hat mir gefallen, dass die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Heather und Steve erzählt wurde. So konnte man die jeweilige Stimmungslage der Protagonisten miterleben. Auch der Humor - Heather - kommt in dieser Geschichte nicht zu kurz, ich aber nicht als störend empfand.

Ein gelungener Debütroman, den ich gerne weiterempfehle und ich bin gespannt, was Torsten noch zu bieten hat. Ich werde den Autor im Auge behalten. Und für den Preis von 2,99 € ist das Buch ein echtes Schnäppchen!


4,00/5,00 Sternen


Autor & Interview:

Torsten Hoppe wohnt in Dortmund und ist von Beruf Groß- und Außen- handelskaufmann, neben dem Schreiben von Büchern liest er selbst sehr gerne, mag Fußball, Musicals und Reisen. Wer mehr über Torsten Hoppe erfahren möchte, dem empfehle ich einen Blick auf seine Homepage.

U-L: Wie bist du zum Schreiben gekommen und seit wann schreibst du?

T. H.: Ich habe schon als Jugendlicher gerne gelesen und war fasziniert von diesen Geschichten, die mich in ihren Bann gezogen haben. Mit ca. 20 Jahren reifte in mir der Wunsch, selbst einen Roman zu schreiben. Da ich zu jenem Zeitpunkt Stephen King verschlungen hatte, sollte mein Roman natürlich auch in diesem Genre spielen. Ich entwickelte eine Grundidee und machte mich relativ naiv und unbefangen an die Arbeit. Allerdings mußte ich sehr schnell feststellen, dass meine Geschichte eine relativ große Eigendynamik annahm. Personen und Handlungen entwickelten sich im Laufe der Handlung und passten schließlich gar nicht mehr in das Gerüst, das ich eigentlich vorgesehen hatte. Ich bastelte also fleißig an Änderungen im Handlungsablauf, an den Charakteren und am Gesamtkonzept - wobei das Wort "Konzept" zu jener Zeit eher ein schwammiger Versuch war, ein Ziel zu definieren und zu erreichen. Ich habe mich aber tapfer durch diese Widrigkeiten durchgekämpft und beendete meinen Roman nach einigen Jahren (längere Zeiten, in denen ich überhaupt nicht daran arbeitete eingeschlossen). Allerdings würde ich ihn so nie veröffentlichen, vielleicht werde ich ihn irgendwann einmal komplett überarbeiten ... mal schauen. Dies alles lief aber definitiv unter dem Kapitel "Lehrgeld bezahlt". Doch trotz allem war es eine lehrreiche Erfahrung und ich hatte den Traum, ein eigenes Buch zu veröffentlichen noch lange nicht aufgegeben.

U-L: Wie entstand die Idee zum Buch WESTSIDE BLVD.?

T. H.: Mein Lesegeschmack hatte sich im Laufe der Zeit verändert und ich war vom Horrorgenre zum Thriller gewechselt. Besonders gefielen mir damals (und auch heute noch) Thriller im amerikanischen Stil. Es gibt zwar auch ganz tolle Regionalkrimis, aber irgendwie kann ich mich mit einem Lieutenant Delaney vom Los Angeles Police Department besser anfreunden, als mit einem Kommissar Berg, der in Köln-Porz ermittelt. Das soll jetzt aber bitte nicht als Kritik an diesen Romanen oder den Autoren verstanden werden, es geht hierbei nur um meinen persönlichen Geschmack. Wenn man einen Roman schreibt, muß man sich mit den Gegebenheiten wohlfühlen und das war für mich der "amerikanische Thriller". Die Idee zum Buch entstand durch den Serienkult, der sich mehr und mehr in unserer Fernsehwelt ausbreitete. Ich wollte eine spannende Geschichte entwickeln, die in der Welt des Schauspiels verankert ist. Als Location wurde relativ schnell L.A. auserkoren, der großen Spielwiese von Stars und Sternchen ... Diesmal ging ich das Projekt aber viel arbeitsintensiver an. Ich entwickelte ein komplettes Storyboard und detaillierte Charaktere, was mir die Arbeit beim Schreiben selber deutlich vereinfachte (man ist halt lernfähig ...). Das fertige Manuskript schmorte aber anschließend einige Jahre lang in der Schublade, da ich mich sehr schwer damit tat, mein Werk an diverse Verlage zu schicken. Die Erfolgsaussichten erschienen mir eigentlich gleich Null. Dann revolutionierten ebooks den Büchermarkt und Amazon ermöglichte es Schriftstellern, ihre Werke selbst zu veröffentlichen. Das war für mich der große Ansporn, um mein Werk in die große, weite Bücherwelt zu schubsen. Das Manuskript wurde noch einmal komplett überarbeitet (man findet immer etwas, was man abändert; auch beim gefühlt 100sten Korrekturlesen ...) und hochgeladen. Und seitdem beobachte ich gespannt, wie ein kleines Kind, welche Reaktionen mein Erstlingswerk hervorruft.

U-L: Auf deiner Homepage schreibst du, dass du selbst gerne liest. Wer sind deine Lieblingsautoren?

T.H.: Jefferey Deaver, James Patterson, Simon Beckett, Chris Carter, Cody McFadyen, Michael Robotham, John Grisham (allerdings mehr seine älteren Bücher).

U-L: Schreibst du gerade an einem neuen Buch und kannst du uns vielleicht schon etwas darüber verraten?

T. H.: Oh ja, ich kann Lt. Delaney ja noch nicht in Rente schicken. Bei meinem zweiten Buch geht es um das recht sensible Thema "Selbstjustiz". Der Arbeitstitel lautet dementsprechend aus "Selbstjustiz in L.A.". Wie schon bei "Westside Blvd." wird die Handlung auch hier wieder aus der Sicht von zwei Personen geschildert: Steve Delaney als ermittelnder LAPD-Vertreter und Chris Ellroy, dem nach einem Schicksalsschlag von Gesetzesseite her keine Gerechtigkeit widerfährt. Er kämpft mit seinen Rachegedanken und seinen moralischen und menschlichen Prinzipien und verliert sich in diesem Geflecht ein wenig selbst ... Aber bis zur Veröffentlichung habe ich noch eine Menge Arbeit vor mir ....

U-L: Wie wichtig sind dir Rezensionen und wie gehst du mit Kritik zu deinen Büchern um?

T. H.: Rezensionen und die Meinungen fremder Menschen sind sehr wichtig für mich. Auch wenn sie immer nur eine subjektive, individuelle Aussage darstellen, helfen sie mir einzuschätzen, wie die Leser auf meinen Roman reagieren. Die positiven Rückmeldungen, die man von Freunden oder der Familie bekommt, sind ja meistens nicht ganz so aussagefähig, da diese generell wohlwollender ausfallen ... Wenn Menschen, die ich nicht persönlich kenne, schreiben, dass ich ihnen spannende Stunden verschafft habe und dass sie meinen Roman gut fanden, dann ist das neue Motivation für mich, mit dem Schreiben weiterzumachen. Allerdings muß ich zugeben, dass auch ich erst lernen mußte, mit Kritik umzugehen. Man hat viel Herzblut in sein Werk gelegt und hofft natürlich immer auf Anerkennung. Konstruktive Kritik ist natürlich voll in Ordnung, zumal ich ja auch nicht den Geschmack von jedem Leser treffen kann. Und konstruktive Kritik kann mir schließlich nur helfen, Dinge zu verbessern. Schade finde ich es, wenn ich das Gefühl habe, dass mein Roman z. B. schlecht beurteilt wird, weil ich mich als Mann erdreiste, einen Teil der Handlung aus der Sicht einer Frau zu schreiben. Aber das sind Dinge, mit denen umzugehen ich sicher auch noch lernen werde ...

Ich bedanke mich nochmals für die Bereitstellung deines Buches und der Beantwortung meiner Fragen und ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und bin gespannt, was wir noch alles von Dir zu lesen bekommen.

Dienstag, 19. August 2014

Rezension - Die Vernichteten von Ursula Poznanski

Titel: Die Vernichteten
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 528
 ISBN: 978-3-7855-7548-2
Preis: 18,95 €


Klappentext:

Nun kennt Ria das schreckliche Geheimnis, den Grund dafür, dass der Sphärenbund sie töten wollte. Trotz widriger Umstände macht sie sich auf den Weg, um die drohende Katastrophe zu verhindern und das Leben von Clans und Sphärenbewohnern zu schützen. Doch dann offenbart sich ihr etwas, womit sie nicht gerechnet hat. Etwas von solcher Grausamkeit, dass es fast unvorstellbar scheint. Etwas, das alles, was sie bisher an Verschwörungen aufgedeckt hat, bei Weitem übertrifft.


 Meinung:


Auch im dritten und leider letzten Teil begleiten wir Ria und Ihre Freunde im Kampf gegen die Sphären und gegen Quirin. Die Geschichte setzt nahtlos am Ende von Teil 2 (meine Meinung zu Teil 2 könnt ihr hier nachlesen) an und schon nach den ersten Seiten war alles wieder für mich präsent. In meinen Rezensionen versuche ich ja nochmal mit meinen eigenen Worten eine kleine Zusammen- fassung der Ereignisse zu beschreiben, dies fällt mir bei diesem Buch allerdings recht schwer, da ich nicht spoilern möchte! Denn es passiert so einiges, soviel kann ich euch verraten. Wie Ursula Poznanski die einzelnen Puzzlestücke nach und nach in der Geschichte platziert hat, ließ mich teilweise staunend und mit offenem Mund kurz innehalten. Habe ich das gerade wirklich gelesen? Einfach phänomenal! In diesem letzten Teil bleiben keine Fragen offen, wir bekommen die Antworten, woher Ria stammt, warum die Sphären die Kinder rauben, was es mit den "langen Nächten" und deren Entstehung auf sich hat usw.. Während dem Lesen habe ich stets mit gefiebert, ob Ria es schafft Ihr Ziel zu erreichen, war enttäuscht, wenn es Rückschläge gab, aber ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen, so gefesselt war ich von der Geschichte. Aber der Showdown übertrifft wirklich alles. Am liebsten wäre ich teil der Geschichte gewesen, um den Bösen das zu geben, was sie verdienen. Aber schaffen es Ria und Ihre Freunde, dem Bösen Einhalt zu gebieten? Können Sie den Plan von Quirin vereiteln? DAS MÜSST IHR SELBER LESEN !!!!!
Fazit:

Mit der Eleria-Trilogie hat Ursula Poznanski ein wahres Meisterwerk im Bereich Dystopie geschrieben. So bild- und wortreich, das die Welt zum Greifen nah ist und man mit jedem Wort und jeder Zeile mit den Protagonisten fiebert, kämpft und leidet. Die Geschichte von Ria und Ihren Freunden war für mich aufwühlend, hat mich wütend gemacht und dann glücklich zurückgelassen. Ich kann jedem Fan von Dystopien diese Bücher nur ans Herz legen!


Insgesamt gebe ich dem dritten Teil und der Trilogie 5,00/5,00 Sternen!

Sonntag, 17. August 2014

Rezension - Die Verschworenen von Ursula Poznanski

Titel: Die Verschworenen
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 464
 ISBN: 978-3-7855-7547-5
Preis: 18,95 €

Klappentext:

In der Stadt unter der Stadt finden Ria und ihre Freunde Zuflucht, doch bald zeigt sich, dass auch hier ein Überleben nicht garantiert ist. Während Aureljo seine Rückkehr in die Sphären vorbereitet, sucht Ria nach Jordans Chronik und findet Fragmente, die sie nicht zur Gänze deuten kann. Als Lichtblick erweist sich in dieser Zeit, im wahrsten Sinn des Wortes, ihre Freundschaft zu Sandor, mit dem sie immer wieder kurze Ausflüge an die Oberfläche unternimmt und dessen Zuneigung ihr täglich mehr bedeutet. Doch dann wird Sandor Clanfürst, und mit einem Schlag ist alles anders. Ria sieht sich gezwungen, entgegen ihrer ursprünglichen Absicht gemeinsam mit Aureljo in die Sphären zurückzugehen.


 Meinung:


Nachdem mir der 1. Teil der Eleria-Trilogie Die Verratenen (meine Meinung dazu könnt Ihr hier nachlesen) schon gut gefallen hatte, freute ich mich schon auf den 2. Teil und mußte unbedingt wissen, wie es mit Ria, Tomma, Tycho und den Anderen weitergeht. Das Buch beginnt sehr ruhig und die ersten ca. hundert Seiten des Buches zogen sich für mich etwas. Während Aureljo, Dantorian & Quirin nach wie vor, Ihren Plan bezüglich der Rückkehr in die Spähren planen, ist Ria davon nicht so begeistert und zu allem Überfluss macht sie sich Sorgen um Tomma. Diese ist krank und bisher konnte ihr keine Medizin (soweit diese überhaupt in der Außenwelt vorhanden ist) helfen. Auch Quirin ist, so scheint es, mit seinem Wissen am Ende. Ria und Ihre Freunde leben versteckt vor dem Clan unter der Erde. Quirin gestattet Ria in seiner Bibliothek nach Jordans Chronik zu suchen, einem Art Tagebuch, und tatsächlich findet sie einige Seiten. Der Leser bekommt so auch einen größeren Einblick in die ganze Thematik um die Längen Nächte und was vorher passiert ist. Ab diesem Zeitpunkt baute sich für mich wieder die Spannung auf, die mich im 1. Teil so gefesselt hat. Durch die wenigen gefunden Seiten aus Jordans Chronik und Ihrem bisherigen Wissen findet Ria heraus, warum Sie und die Anderen getötet werden sollten. Auch die Beziehung zwischen Ria und Sandor beginnt zu reifen. Ich kann Ria verstehen, das sie sich zu Sandor hingezogen fühlt, den Aureljo passt irgendwie überhaupt nicht zu ihr. Und Sandor kann Sie beschützen, denn er kennt die Außenwelt. Jedoch beschließt Ria die Reise zur Sphäre Vienna 2 anzutreten. Im 2. Teil der Geschichte lernen wir das Leben außerhalb der Sphären kennen. Den Kampf gegen die Natur, andere Clan´s, den Sentinel (eine Art Soldaten der Sphären) und gegen Hunger und Krankheiten. Auch wenn die Außenwelt härter und brutaler ist, würde ich mich für dieses Leben entscheiden und gegen die "Sicherheit einer Sphäre".


Fazit:

Auch der 2. Teil konnte mich begeistern, auch wenn die ca. ersten hundert Seiten für mich etwas ruhig und langatmig (hier speziell das Leben unter der Stadt) waren, hat es mir zum Ende hin gut gefallen. Besonders die Charaktere Ria und Sandor und Ihre Beziehung zueinander finde ich spannend und passt irgendwie in die Geschichte. Auch Andris, diesen Berg von Mann, finde ich richtig klasse und hoffe das wir im 3. Teil Die Vernichteten noch mehr über ihn erfahren und natürlich wie die Geschichte endet.

Ich habe dem Buch 4,00/5,00 Sterne gegeben.

Samstag, 16. August 2014

Rezension - Der Gesang der Wellen nach dem Sturm - Kirsty Wark

Hallo meine Lieben,

heute bekommt Ihr mal nicht eine Rezension von mir, sondern von Mone von rosesandivy77

Vielleicht kennt Ihr Mone schon, Sie stellt auf Ihrem Youtube Kanal Videos zu Büchern, Kerzen und auch das Eine oder Andere Mal Kochvideos vor.

Ich erhielt Ende Juli ein Schreiben vom Droemer-Knaur Verlag, ob ich Interesse an einem von drei Büchern hätte. Da leider nichts aus meinem Lesebereich dabei war, fragte ich Mone, ob eventuell für Sie etwas dabei wäre und siehe da Ihre Wahl fiel auf das neue Buch von Kirsty Wark DER GESANG DER WELLEN NACH DEM STURM.

Nochmals vielen Dank an den Droemer-Knaur Verlag für die Zusendung des Buches.

Und jetzt kommen wir zu einer kleinen Premiere auf meinem Blog, nämlich der 1. Gastrezension inklusive einem Video (HIER) zu diesem Buch.




Titel: Der Gesang der Wellen nach dem Sturm
Autor: Kirsty Wark
Verlag: Droemer-Knaur
Taschenbuch
ISBN: 978-3-426-51517-4
Preis: 9,99 €





Klappentext:

Auf der kleinen sturmumtosten Insel Arran, im Westen Schottlands, lebt Elizabeth Pringle. Die alte Dame weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat und es an der Zeit ist, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und sich von der Seele zu schreiben, woran sie seit Jahrzehnten so schwer zu tragen hat. Kurze Zeit später erlebt Martha die Über­raschung ihres Lebens: Eine Unbekannte namens Elizabeth Pringle hat ihrer kranken Mutter ein Haus auf Arran vermacht.

Meinung:

Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt, welche sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Zum einen wird die Lebensgeschichte von Elisabeth Pringle erzählt, die 1933 in Ihrer Kindheit auf Arran beginnt und bis ins hohe Alter reicht. Das Ganze wird in einer Art Tagebuch oder Geständnis geschrieben, denn Elisabeth hat viel in Ihrem Leben erlebt und auch eine Schuld auf sich geladen, die Sie nun niederschreibt. Auf der anderen Seite erfahren wir die Geschichte von Martha, die für Ihre Mutter Anna, da diese an Alzheimer leidet, das Erbe von Elisabeth Pringle bzw. deren Haus angenommen hat. Diese Geschichte spielt im Jahr 2006. Es wird erzählt, wie Martha das Erbe annimmt und versucht über die ehemalige Besitzerin des Hauses mehr in Erfahrung zu bringen. Denn die beiden verband weder ein familiäres noch freundschaftliches Verhältnis. Letztendlich ist es Martha, die Elisabeth´s Geheimnis entdeckt und zusammen mit Ihren neuen Freunden aufklärt. Die Geschichte ist sehr flüssig geschrieben, allerdings haben mir die Kapitel von Elisabeth wesentlich besser gefallen, als die von Martha. Die Geschichte von Elisabeth ist sehr spannend geschrieben, die Charaktere sind sehr liebevoll dargestellt und wachsen einem ans Herz. Auf Martha´s Geschichte hätte ich aber gut verzichten können. Diese war weder spannend noch sind mir die Charaktere besonders ans Herz gewachsen. Martha´s Schwester wie auch Ihre neuen Freunde, bis auf Catriona, fand ich eher unsympatisch. Es gab zu diesen Kapiteln sehr viele Längen und es war teilweise auch unlogisch. Heute ist man sich eher gegenüber abgeneigt und am nächsten Tag ist es die große Liebe ....


Fazit:

Das Buch hatte einen sehr guten Ansatz mit einem wirklich tollen dramatischen Geheimnis auf das man bis zum Schluß nicht kommt, auch wenn man sich während des Lesens immer wieder fragt, wie gewisse Handlungen ohne Folgen haben bleiben können. Leider hat die Geschichte von Martha, die meines Erachtens überhaupt nicht dazu passt, das Ganze zunichtegemacht. Da die beiden nie in Ihrem Leben Kontakt miteinander hatten, war das Ganze für mich nicht nachvollziehbar, das Elisabeth Martha das Haus vererbt.

Romane mit düsteren Geheimnissen zählen zu einem meiner Lieblingsgenren, aber dieses Buch erfüllte leider nicht meine Erwartungen. Wäre eine Bindung zwischen den beiden Protagonisten da gewesen, mit einem anderen Hintergrund, hätte die Sache schon anders ausgesehen. Auch der deutsche Titel passt nicht wirklich zu dem Buch, im Gegensatz zum Original THE LEGANCY OF ELISABETH PRINGLE.

Für ein Erstlingswerk ein netter Versuch und gerade noch akzeptabel. Dieses Buch hätte, dank seines wirklich guten Ansatzes mehr Potential gehabt. Schade!


So gebe ich dem Buch 3 von 6 Rosen. 

Die Autorin:

Kirsty Wark wurde 1955 in Dumfries/Schottland geboren. Sie arbeitet als Journalistin und gehört in Großbritannien zu den bekanntesten TV-Moderatorinnen. Kirsty Wark ist mit dem TV-Produzenten Alan Clements verheiratet, mit dem sie einen Sohn und eine Tochter hat. DER GESANG DER WELLEN NACH DEM STURM ist ihr erster Roman.


Wenn Ihr Lust bekommen habt und gerne eine Rezension als Gast auf meinem Blog veröffentlichen möchtet, dann schreibt mir eine Nachricht, egal ob als Kommentar unter dieser Rezension, als E-Mail, über Facebook oder über das Kontaktformular. Ich freue mich auf Euch.

Freitag, 15. August 2014

Rezension - Todeswächter von Veit Etzold

Mit "Todeswächter" ist im Juli 2014 als eBook der 3. Fall um das Ermittlerteam von Clara Vidalis erschienen. Das Taschenbuch erscheint voraussichtlich am 15.08.2014. Bereits die zuvor erschienenen Bücher Final Cut und Seelenangst habe ich verschlungen.







Titel: Todeswächter
Autor: Veit Etzold
Verlag: Bastei Lübbe
Taschenbuch
Seiten: 445

Ersterscheinung: 15.08.2014

ISBN: 978-3-404-16991-7
Preis: 9,99 €





  Klappentext:

Eine Serie rätselhafter Morde erschüttert Berlin. Zwischen den Opfern gibt es keine Verbindung – außer der Handschrift des Täters: Die Leichen wurden nach ihrem Tod auffällig in Szene gesetzt, in ihren Mundhöhlen findet die Polizei antike Münzen. Doch das Merkwürdigste: Es gibt eindeutige Hinweise darauf, dass der Täter sich über einen längeren Zeitraum bei den Opfern aufgehalten hat. Allerdings ist die an den Tatorten sichergestellte DNA jedes Mal eine andere. Sind hier womöglich mehrere Mörder am Werk?

Meinung:

Es ist immer eine wahre Freude bei den Büchern von Veit Etzold den Prololg zu lesen. Dieser stimmt einen schon auf die nun folgende Geschichte ein und gibt einen ersten Hinweis auf die "Schärfe" des Buches wie es z. B. bei Seelenangst der Fall war! Wir befinden uns in Berlin und begleiten das Ermittlerteam von Clara Vidalis und besteht aus Ihrem Vorgesetzten Herr Winterfeld, dem IT-Spezialisten Hermann und dem Leiter für Operative Fallanalyse Dr. Martin Friedrich. Alle zusammen jagen sie Serienmörder.

"Genau diese Aufgabe hatte Martin Friedrich alias MacDeath, der diesen Spitznamen in den USA bekommen hatte, da er sich für schottischen Whisky und Shakespeares Dramen begeisterte, besonders für Macbeth."
Seite 52 eBook

Innerhalb von einem Tag werden zwei Frauenleichen gefunden. Beide Frauen wurden nach Ihrem Tod vom Mörder hergerichtet, er schminkte sie, legte sie ordentlich ab, so als täte ihm die Tat leid und wolle sich bei seinem Opfer entschuldigen. Schon nach der ersten Leiche ist schnell ein Tatverdächtiger gefunden, aber wer Veit Etzold kennt, weiß das da noch mehr kommt .....


Clara Vidalis ist eine taffe und coole Frau. In Ihren Fällen wird sie mit den schlimmsten und brutalsten Morden konfrontiert, aber sie steht "Ihren Mann". Während der Arbeit lässt sie fast niemanden (außer MacDeath) in Ihren Kopf schauen. Routiniert bewältigt sie diese fast unmenschliche Arbeit. Aber wenn sie zu Hause ist, fällt diese Fassade und man bekommt einen Einblick in Ihr Inneres. Sie wird von Albträumen heimgesucht und findet wenig bis gar keinen Schlaf, macht am nächsten Morgen aber einfach weiter. Ich liebe diesen Charakter.

Dr. Martin Friedrich alias MacDeath ist ein gebildeter und charismatischer Mann, mit einer Vorliebe für Whisky und Shakespeare. Die Schlagabtausche zwischen MacDeath und Clara während den Ermittlungen über die Psyche des Mörders sind geniale Dialoge!

Während den Ermittlungen beschreibt Veit Etzold in kleinen Abschnitten die Geschichte des Mörders und erläutert somit die Beweggründe für seine Morde. So erfährt der Leser beide Seiten - die des Mörders und die der Ermittler.

Fazit & Bewertung:

Mit Todeswächter ist Veit Etzold wieder ein genialer, packender und düsterer Psychothriller gelungen. Ich mag den Schreibstil von ihm sehr. Er ist sehr detailreich und gut recherchiert. Die Seiten flogen nur so dahin. Was mir besonders gefällt, trotz all den Morden, ist, das es Veit Etzold schafft, mir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, nämlich meist dann, wenn Clara und Ihr Chef Herr Winterfeld miteinander sprechen. Diese Dialogie sind teilweise göttlich!

Ich habe dem Buch 5,00/5,00 Sternen gegeben und kann hier nur eine absolute Leseempfehlung aussprechen.

Allerdings empfehle ich die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Auch wenn die Fälle in sich abgeschlossen sind, nimmt Veit Etzold teilweise in seinen Büchern bezug auf einen anderen Fall, was mir persönlich sehr gut gefällt.

Habt Ihr schon einen Psychothriller von Veit Etzold gelesen?
Was ist eure Meinung zu seinen Büchern?

Ich bin gespannt auf eure Kommentare.

Dienstag, 12. August 2014

Rezension - Die Verratenen von Ursula Poznanski

Titel: Die Verratenen
Autor: Ursula Poznanski
Verlag: Loewe
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 464
 ISBN: 978-3-7855-7546-8
Preis: 18,95 €


Klappentext:

Sie ist beliebt, privilegiert und talentiert. Sie ist Teil eines Systems, das sie schützt und versorgt. Und sie hat eine glänzende Zukunft vor sich – Rias Leben könnte nicht besser sein. Doch dann wendet sich das Blatt: Mit einem Mal sieht sich Ria einer ihr feindlich gesinnten Welt gegenüber und muss ums Überleben kämpfen. Es beginnt ein Versteckspiel und eine atemlose Flucht durch eine karge, verwaiste Landschaft. Verzweifelt sucht Ria nach einer Erklärung, warum ihre Existenz plötzlich in Trümmern liegt. Doch sie kann niemandem mehr vertrauen, sie ist ganz auf sich allein gestellt.



Meinung:

In Teil 1 des Buches lernen wir Eleria, genannt Ria, kennen und bekommen einen Einblick in die Welt der Sphären. Die Menschen in den Sphären leben in einer milchigen Kuppel in der alles nach Regeln abläuft. Mittels Salvatoren wird Ihnen mitgeteilt, was und wie viel sie an Nahrung zu sich nehmen sollen. Damit soll verhindert werden, das niemand krank wird oder Mangelerscheinungen bekommt. Das ganze Leben in den Kuppeln ist geregelt, selbst das Klima ist konstant eingestellt. Ein Leben, welches ich so nicht führen möchte! Am Anfang mochte ich Ria nicht, ich fand Sie eingebildet und konnte mich mit Ihr nicht wirklich anfreunden, aber im Laufe der Geschichte verstand ich, warum Ria so ist. Ihren Freund Aureljo, mag ich überhaupt nicht. Er ist arrogant, überheblich und fühlt sich zu etwas Höherem berufen. Allgemein die Sphären finde ich, ist kein lebenswerter Raum. Allerdings die Idee, die Menschen so in Arm und Reich zu gliedern fand ich spannend. Denn mit einem Mal ist das schöne Leben von Ria und Ihren Mitstreitern zu Ende. Auf dem Weg zum Präsidenten wird die Reisegruppe angegriffen und plötzlich müssen, Ria und Ihre Gefährten um Ihr Leben kämpfen. Nachdem sie den Angreifern entkommen konnten, flüchten Sie sich in ein verfallenes Haus um Schutz vor der Kälte und den Wölfen zu suchen. Aber kaum dort angekommen, sehen sie sich einer neuen Gefahr gegenüber, den Schwarzdornen, einem der Clans, die außerhalb der Sphären um Ihr Überleben kämpfen. Sie werden gefangen genommen und ins Dorf gebracht. Hier soll entschieden werden, was mit Ihnen geschieht. 

Hier hat mir besonders Sandor, der nächste Thronfolger des Clans, gefallen. Auf der einen Seite sehr männlich, ein Krieger, der vor keinem Kampf zurückweicht, aber doch ein sehr gutes Gespür für die Situationen hat und die damit verbundene Weitsicht. Für mich ein geborener Anführer!

Wie es mit Ria und den Anderen weitergeht, was sie erleben und was es mit dem Namen des Clans auf sich hat, das müsst Ihr natürlich selbst lesen :) Nur soviel es wird verdammt spannend!


Fazit:

Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, wobei ich bisher noch keinen großen Bezug zu Aureljo & Dantorian aufbauen konnte. Sie sind mir beide zu sehr mit den Werten der Sphären verbunden und glauben an diese nach wie vor. Ebenso konnte mich der Schreibstil begeistern, den einmal mit dem Lesen begonnen, fliegen die Seiten nur so dahin. Ein sehr guter Auftakt der Trilogie und ich bin schon sehr gespannt auf den zweiten Teil Die Verratenen.

Ich habe dem Buch 4,50/5,00 Sternen gegeben.