Mittwoch, 11. Mai 2016

Rezension - Das Spiel der Wünsche von Maggie Lehrman


Titel: Das Spiel der Wünsche
Autor: Maggie Lehrman
Verlag: Arena
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 400
ISBN: 978-3-401-60120-5
Preis: 16,99 €

Quelle des Covers: Arena Verlag





Ari will nur eines - vergessen. Der Grund dafür ist der Tod ihres Freundes und ersten großen Liebe Win. Deshalb entschließt sie sich zu einer Hekamistin zu gehen, um mittels einem Zauber die Erinnerung daran zu verlieren. Denn was einmal funktioniert hat, kann wieder funktionieren. Doch jeder Zauber hat auch seinen Preis. Wie hoch dieser ist, hängt von vielen Faktoren ab. Doch Ari will nicht trauern, keinen Schmerz und Leere fühlen und so nimmt sie den Zauber. Nicht ahnend, was dieser Wunsch bei ihr und ihren Freunden auslöst. Denn auch ihre Freunde haben Wünsche, die sie mittels Zauber in die für sie richtigen Bahnen lenken. Kann dies gut gehen und wird es ihnen gelingen dem Schicksal zu entrinnen?



Die Idee zu dieser Story klang für mich sehr vielversprechend. Denn ich überlegte für mich selbst, wie weit würde ich gehen, um meine Wünsche und Träume zu erfüllen. Würde ich einen Zauber nehmen? Ohne Rücksicht auf meine Familie und Freunde? Möchte ich zum Beispiel nur wegen eines Zaubers geliebt werden oder schön sein?

Diese Fragen und einige mehr beschäftigen auch die Freunde Ari, Win, Markos, Diana & Kay. Jede/jeder für sich möchte entweder geliebt, anerkannt, mutig oder selbstsicher sein. Doch etwas dafür zu tun, kam ihnen nicht in den Sinn, denn dafür gibt es ja schließlich einen Zauber.

So erfahren wir abwechselnd aus der jeweiligen Sicht, welche Wünsche, Träume, Ängste oder Sorgen sie haben. Warum sie einen Zauber gekauft haben, der nebenbei erwähnt, mal so richtig teuer ist! 

Ari zum Beispiel hat den Traum eine berühmte Balletttänzerin zu werden und sie trainiert eisern dafür und schafft es schließlich nach New York. Doch wie bereits eingangs erwähnt, hat jeder Zauber seine Nebenwirkungen...

Markos & Win sind die besten Freunde seit Kindertagen. Seit Win´s Tod ist Markos nur noch traurig und vermisst ihn sehr. So versinkt er in seiner Trauer. Eine kleine Stütze ist ihm dabei Ari´s beste Freundin Diana. Doch Markos hat einen schlechten Ruf bei den Frauen. Kann Diana diesen Ruf widerlegen?

Kay möchte von Ari und Diana geliebt und beachtet werden. Auch findet sie sich nicht gerade hübsch. Um all diese "Probleme" zu lösen, tut man was? Genau einen Zauber nehmen...

Win hat mit Depressionen zu kämpfen, möchte sich aber nicht einmal seiner Freundin Ari anvertrauen. Und so entschließt er sich, dass nur ein Zauber sein Leiden lösen kann. Doch dazu kommt es leider nicht mehr!



Und genau da setzt meine Kritik zu dieser Geschichte an. Jeder unserer Protagonisten versucht nur mittels eines Zaubers seine Probleme zu lösen, ohne über die eventuellen Folgen oder Konsequenzen nachzudenken. Mir geht es schlecht, möchte mich mit dem Problem nicht groß auseinander setzen, ach ich kaufe mir einen Zauber und alles wird gut!

Ich finde dies für die Jugendlichen ein völlig falsches Signal. Mir kam es so vor, als das unsere Charaktere einfach davor weglaufen, anstatt sich damit auseinander zusetzen. Jeder von uns hat mal kleinere, mal größere Probleme, aber durch "überdecken" lösen sich diese nicht in Luft auf, ganz im Gegenteil.

Die Autorin Maggie Lehrman thematisiert zwar in dieser Geschichte Trauer, Wut, Angst vor dem alleine sein, Depressionen und den Tod, doch mir fehlte eine Botschaft, wie z. B. sich mit seinen Problemen auseinander zu setzen oder andere um Hilfe zu bitten.

Auch der Schreibstil konnte mich nicht richtig fesseln. Die Charaktere blieben mir allesamt recht blass und ich konnte keine wirkliche Beziehung zu Ihnen aufbauen, was ich sehr schade fand - 3 Nosinggläser.

Vielen Dank an den Arena Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.




Wie seht Ihr diese Geschichte?

Eure Meinung dazu würde mich interessieren.

Kommentare:

  1. Guten Morgen mein Lieblings-Uwe,

    zuerst einmal finde ich die Namen der meisten Protas sehr außergewöhnlich. Sowas mag ich ja irgendwie :-D
    Ich sehe es aber genauso wie du, dass hier den Jugendlichen die falschen Signale gesendet werden und vielleicht nicht jeder soetwas richtig einzuordnen weiß.
    Ich denke das Buch ist eher nichts für mich. Danke für deine Rezi :-*

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Guten Morgen Lieblings-Sandra,

      die Namen fand ich auch außergewöhnlich und solange sie im Kopf aussprechbar sind :D passt das bei mir und bleibt auch eher im Kopf. Ja, die Signale waren für mich die falschen. Ich weiß nicht, ob ich das vielleicht zu kritisch sehe, aber während dem lesen versuche ich es mir vorzustellen und es fühlte sich irgendwie falsch an.

      Das denke ich auch und gern geschehen :*

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Huhu Uwe,

    das klingt ernüchternd, aber ich befürchte manchmal, dass so einige Teenies so sind. Trotzdem stimme ich dir voll und ganz zu, dass solche Probleme, wenn sie ein Buchthema sind, andere Lösungswege aufzeigen sollte.

    Übrigens, wieder ein Buch, dass bei mir vor sich hin subt. ^^

    Liebe Grüße,

    Silke

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    1. Guten Morgen Silke,

      ja das trifft es eigentlich genau :)

      Ich bin gespannt, wie dir das Buch gefallen wird und freue mich auf deine Meinung.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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