Sonntag, 29. Januar 2017

Rezension - Die Tode des Tao von Wesley Chu


Titel: Die Tode des Tao
Autor: Wesley Chu
Übersetzer: Simone Heller & Susanne Gerold
Verlag: Fischer Tor
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 496
ISBN: 978-3-596-03488-8
Preis: 9,99 €

Quelle des Covers: Fischer Tor



Nachdem Tod von Bajis Wirt Sonya kämpft Jill noch immer um die Anerkennung des Alien. Jill arbeitet mittlerweile als Beraterin für Senator Wilks in Washington D.C. und versucht dort mehrere hochrangige Politiker auf die Seite der Prophus zu ziehen. Auf dem Heimweg geraten Jill und ihre Begleiter in einen Hinterhalt der Genjix. Der Genjix-Wirt Simon stellt Jill vor die Wahl, entweder sie arrangiert ein Treffen zwischen seinem Senator und Senator Wilks oder sie und ihre Begleiter müssen sterben. Zähneknirschend stimmt Jill zu, nur um dann doch nur knapp dem Tod zu entgehen. Verletzt und wütend macht sich Jill auf die Suche nach ihrem Ex-Mann Roan.

Roan hat sich aus dem operativen Geschäft der Prophus zurückgezogen und versteckt sich abseits der Zivilisation in einem ehemaligen Raketensilo. Obwohl er nicht mehr für die Prophus arbeitet, spioniert er die Genjix nach wie vor aus und kommt dem Geheimnis um das Projekt ProGenesis immer näher. Jill kann Roan überreden mit ihr zurück nach D.C. zu fahren, um sein Wissen an den Rat der Quasing weiterzugeben. Die Zeit drängt, denn die Genjix stehen kurz vor der Vollendung ihres perfiden Plans die Menschheit zu vernichten.


Schon der erste Band "Die Leben des Tao" (Rezension) konnte mich begeistern, da mir die Idee von Aliens, die menschliche Wirte verwenden, um das Überleben ihrer Art zu sichern, gut gefallen hat. 

Die Genjix treiben ihre Pläne unerbittlich voran und schrecken vor nichts zurück, um diese auch Wirklichkeit werden zu lassen. Selbst wenn dies bedeutet, ihre eigene Art (die Prophus) zu jagen und zu töten. Als Leser ergreift man daher automatisch Partei für die unterlegene Gruppe rund um Roan/Tao. Obwohl die Prophus mittlerweile nicht mehr als eine Untergrundbewegung sind, schaffen sie es zeitweise den Genjix empfindliche Niederlagen zuzuführen.

Auch der zweite Band "Die Tode des Tao" besticht wieder durch viel Action und witzige Dialoge zwischen Wirt und Alien (Roan/Tao). Tao und Roan verbindet mittlerweile eine Art Freundschaft und tiefe Verbundenheit, die im Kampf gegen die Genjix sehr hilfreich ist. Roan gefällt mir nach wie vor sehr gut. Dank Tao gelang es ihm, sich von einem übergewichtigen Computer Nerd in eine wahre Kampfmaschine zu verwandeln. Er ist ehrgeizig und lässt nichts unversucht, um die Menschheit vor dem Untergang zu retten.

Jill hat es schwer mit ihrem Alien Baji. Das Alien trauert noch immer dem Wirt Sonya nach und glaubt nicht wirklich an Jill. Doch als es darauf ankommt, erkennt Baji, das viel mehr in Jill steckt, als zunächst vermutet. Für mich hat sie das Herz auf dem rechten Fleck und sie kämpft verbissen, für das, was ihr wichtig ist.

Ebenso erhalten wir einen größeren Einblick in die Pläne zur Vernichtung der Menschheit durch die Genjix. Dies empfand ich als erschreckend zu lesen, da diese mit roher Gewalt umgesetzt wird. Gerade Enzo, der neue Wirt von Zoras, ist hier ein gutes Beispiel. Enzo ist so von sich eingenommen und überzeugt, dass selbst Zoras Mühe hat, seinen Wirt zu kontrollieren und zu lenken. Enzo hält sich für einen besseren Menschen, da er ein Adonis-Gefäß ist, welches nur für den einzigen Zweck geschaffen und trainiert wurde, um den Genjix als Wirt zu dienen. Er ist kalt, grausam und gefühllos und schreckt vor nichts zurück, um seine Ziele zu erreichen.

So kommt es in Tibet zu einem erbitternden Kampf zwischen den verbleibenden Prophus und den Genjix. Wird es den Prophus gelingen, die Genjix aufzuhalten oder steht das Ende der Menschheit kurz bevor?


Auch der zweite Band weiß zu überzeugen und besticht durch viel Action, aber auch Humor und jede Menge Gefühle. Durch die abwechselnde Erzählweise in den einzelnen Kapiteln zwischen den Prophus und den Genjix und dem einnehmenden Schreibstil von Wesley Chu, entsteht ein regelrechter Lesesog, der die Seiten nur so fliegen lässt.

Das Ende ließ mich kurz schlucken und hat einen fiesen Cliffhanger, sodass ich mich schon jetzt sehr auf den dritten Band "Die Wiedergeburten des Tao" (Erscheinungstermin: 23.02.2017) freue. 

Wer auf Action, Nervenkitzel und Aliens steht, sollte sich diese Trilogie nicht entgehen lassen - 4 von 5 Nosinggläser.

Kommentare:

  1. Huhu Schnuffi <3,

    es scheint ja einiges an Zeit zwischen dem ersten und zweiten Band und den dortigen Ereignissen vergangen zu sein. Da bin ich ja mal echt gespannt, sowie natürlich auch auf die Fortsetzung im allgemeinen.

    Ich bin aber echt froh, das Tao und Roan immer noch so toll zusammen sind und das auch genug Platz für Gefühle und das Zwischenmenschliche geblieben ist. :)

    Wie immer sehr schön geschrieben :)

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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    1. Hi Prinzessin <3,

      ja, das stimmt und das kannst du auf jeden Fall sein ;)

      Ich bin echt auf deine Meinung (gerade zum Ende) sehr gespannt und was Roan/Tao anbelangt, sind wir uns mal wieder einig :)

      Ich danke dir sehr.

      Küsschen, drück dich,
      Uwe

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