Mittwoch, 20. September 2017

Rezension - Riders. Schatten und Licht von Veronica Rossi

Titel: Riders. Schatten und Licht
Übersetzer: Franca Fritz & Heinrich Koop
Verlag: FJB
Ausgabe: Paperback
Seiten: 528
ISBN: 978-3-8414-0223-3
Preis: 16,99 €

Quelle des Covers: FJB Verlag


 

Bei einem Fallschirmsprung während einer Übung beim Militär, stirbt Gideon Blake - eigentlich, da sich sein Fallschirm nicht öffnet. Doch wie durch ein Wunder überlebt er diesen Aufprall und als sich weitere merkwürdige Dinge ereignen, versteht er die Welt nicht mehr. Während er sich von seinen schweren Verletzungen und Knochenbrüchen relativ zügig erholt, bemerkt er an seinem linken Handgelenk ein Metallarmband. Zunächst geht er von einem medizinischen Gerät aus, doch dieses Band lässt sich nicht entfernen und die Ärzte kennen es nicht.

Als er auf einer Party im Wohnheim seiner Schwester auf das geheimnisvolle Mädchen Daryn trifft, gerät die Situation immer mehr aus dem Ruder. Zunächst geht Gideon noch von einem Scherz aus, dass er einer von vier Reitern sein soll, die die Welt retten müssen. Doch als er sich plötzlich mehreren Dämonen gegenüber sieht, die es auf Daryn abgesehen haben, beginnt für ihn ein Kampf um Leben und Tod. 

Kann Gideon Daryn beschützen und gemeinsam mit den anderen Reitern die Pläne der Dämonen vereiteln?


Auf Riders. Schatten und Licht von Veronica Rossi war ich auf Grund der Thematik sehr neugierig. Natürlich sind mir die apokalyptischen Reiter durch diverse Filme ein Begriff, aber ich habe bisher noch nichts darüber gelesen.

Der Einstieg in die Geschichte gefiel mir, da der Schreibstil der Autorin sehr bildlich ist. Auch die Tatsache, dass die Handlung aus zwei Sichtweisen, Vergangenheit und Gegenwart, erzählt wird, machte das Ganze für mich  interessant und spannend.

Gideon ist ein junger Mann, der durch den Tod seines Vaters eine schwere Zeit durchlebt. Seine Mutter und seine Schwester Anna machen sich große Sorgen um ihn, da er sich zum Militärdienst gemeldet hat, um seinem Vater so die letzte Ehre zu erweisen. Trotz dieses Verlustes hilft ihm die Zeit bei den Rangers sehr und er kämpft verbissen für einen Platz in einem Spezialteam. Doch leider meint es das Schicksal mit ihm nicht gut und so stirbt er bei einem Fallschirmsprung - eigentlich. 

Denn dank einer übernatürlichen Kraft erwacht er mit schweren Verletzungen und Knochenbrüchen im Krankenhaus. Als seine Genesung innerhalb kürzester Zeit voranschreitet, kann Gideon das alles nicht verstehen. Ich mochte ihn, da er ein Kämpfer ist, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. Dabei steht ihm allerdings des Öftern seine Wut im Weg, was ihm aber im Kampf gegen die Dämonen hilft.

Etwas Licht ins Dunkle bringt das schöne und geheimnisvolle Mädchen, Daryn. Gideon glaubt ihr zunächst nicht und doch ist er von ihr fasziniert. Gemeinsam begeben sie sich auf die Suche nach den anderen drei Reitern.

Sebastian, genannt Bas, konnte mich von den anderen Reitern am meisten überzeugen. Er ist so etwas wie der Ruhepol für Gideon und ich mochte ihn sehr. Marcus und Gideon hingegen können sich im wahrsten Sinne des Wortes auf den Tod nicht ausstehen und so fliegen zwischen den Beiden immer wieder die Fäuste. Marcus blieb mir leider etwas zu distanziert und farblos. Ebenso Jode, den ich nicht wirklich einschätzen konnte.

Gerne hätte ich auch etwas mehr über die Bösewichte erfahren, denn sie bleiben doch allesamt recht blass und so fragte ich mich, was hinter ihrem Plan stecken mochte.

Obwohl mir die Handlung gut gefallen hat, habe ich aber auch ein paar Kritikpunkte. Denn die Autorin verzettelt sich meiner Meinung nach bei dieser Suche immer wieder in Wiederholungen (Suche, Kampf, Flucht) und es kristallisiert sich ein "Schema F" heraus. Ein weiterer Punkt war für mich die lange Vorbereitung auf den unvermeidlichen Kampf gegen Die Sippschaft. Obwohl Veronica Rossi bei der Art der Waffen und den Pferden einige gute Ideen bewies, störten mich auch hier die vielen Wiederholungen.

Allerdings hat die Autorin das Zusammenwachsen der Gruppe während dem trainieren sehr gut ausgearbeitet. Denn innerhalb einer Zweckgemeinschaft gibt es immer wieder Differenzen und verschiedene Ansichten, die untereinander und miteinander geklärt werden müssen. Ebenso die zarte Liebesgeschichte zwischen Gideon und Daryn empfand ich als realitätsnah und aus dem wahren Leben gegriffen.


Der Untertitel von Riders. Schatten und Licht ist hier teilweise wörtlich zu nehmen. Die Story läuft des Öfteren nach "Schema F" ab und dies empfand ich beim Lesen als etwas störend.

Nichtsdestotrotz konnte mich Veronica Rossi dank des durchaus bildlichen Schreibstils und der Grundidee gut unterhalten, aber nicht zur Gänze überzeugen. Ein guter Auftakt mit Potenzial für mehr. Ich bin auf den zweiten Teil gespannt und werde ihn auf jeden Fall lesen - 3,5 von 5 Nosinggläser.

Kommentare:

  1. Hallo Lieblings-Uwe, <3

    hier sind wir uns in ganz vielen Punkten total einig. Gerade Schema F fand ich doch sehr störend. Dafür hat mir der Erzählstil gut gefallen. Und etwas hast du mir voraus. Mir waren zwar die apokalyptischen Reiter ein Begriff, aber in Filmen sind sie mir noch nicht über den Weg gelaufen.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hallo Lieblings-Sandra <3,

      ja das sind wir und auch wenn mir der Erzählstil und die Idee dahinter richtig gut gefallen haben, waren mir die ständigen Wiederholungen irgendwann zu viel :(

      Dann solltest du dir vielleicht mal ein Film mit den apok. Reitern anschauen ;)

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  2. Hallo meine lieber Uwe <3,

    deine Rezi ist wirklich schön geworden und ich muss sagen, auch wenn deine Meinung eher okay ist, bestärkt mich das trotzdem total das Buch zu lesen. Gerade weil ich nocht nichts über die apokalyptischen Reiter gehört habe. Also die Story spricht mich total an und auch die Zusammensetzung der einzelnen Figuren, so unterschiedlich wie sie auch sind, gefällt mir richtig gut. ich hoffe das Buch zieht bald ein, damit ich das mindestens genauso bald lesen kann ;)

    Liebe Grüße,
    Caterina

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    1. Hallo liebe Caterina <3,

      dankeschön und das freut mich ^^ Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall und ich bin gespannt, wie es dir gefallen wird. Ich wünsche dir, dass dich das "Schema F" nicht zu sehr stört. Ich freue mich auf jeden Fall auf deine Meinung.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  3. Huhu Schnuffi, <3

    deine Rezi ist so großartig und echt neugierig machend :D. Die apokalyptischen Reiter finde ich auch ganz toll <3. Schade, dass so wahnsinnig viele Wiederholungen passieren. Die Geschichte an sich spricht mich schon an, aber jetzt auch nicht so zwingend. Daher werde ich das Buch auch nicht lesen.

    Drück dich, Küsschen,
    Ally

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    1. Hi Prinzessin <3,

      dankeschön und das war mein Ziel ;) :*

      Die Story wäre echt etwas für dich, aber auf Grund der ständigen Wiederholungen & Schema F, machst du nichts falsch, wenn du es nicht liest. Potenzial hat die Geschichte auf jeden Fall und ich werde dir berichten, wie mir der 2. Band gefallen hat.

      Drück dich, Küsschen,
      Uwe

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  4. Huhu Uwe,
    die Idee mit den apokalyptischen Reitern ist auf jeden Fall neu. Alleine deswegen würde ich das Buch schon gerne lesen. Was ich sehr schade fand, war jedoch, dass die Bösewichte nicht so gut beschrieben wurden und dass es viele Wiederholungen gab.
    Eine sehr ausführliche und aussagekräftige Rezension.

    Liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Hallo Tanja,

      ja da hast du recht und gerade das hat mich an dem Buch gereizt. Die Geschichte hat auf jeden Fall noch viel Luft nach oben und ich bin gespannt, ob es bei dir einziehen wird und wie deine Meinung letztlich sein wird.

      Dankeschön ^^

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  5. Lieber Uwe,

    auf dieses Buch hatte ich mich unglaublich gefreut, aber leider sprechen mich die aktuellen Rezensionen nicht an. Es scheint ja komplett anders zu sein als die Trilogie der Autorin und was ich so lese, motiviert mich nicht dazu, zu dem Buch zu greifen. Da warte ich lieber erst die Rezensionen zum zweiten Band ab. Ich bin schon gespannt, wie dir die Fortsetzung gefallen wird.

    Liebe Grüße
    Nadine

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    1. Hallo Nadine,

      das war mein erstes Buch von der Autorin und ich muss sagen, dass mir der Schreibstil und auch die Idee dahinter richtig gut gefallen hat. Wären die von mir angesprochenen Kritikpunkte nicht so offensichtlich, hätte aus dem Buch ein Pageturner werden können.

      Mit dem Warten machst du nichts verkehrt ;) und ich werde berichten.

      Liebe Grüße,
      Uwe

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  6. Hallo Uwe,
    auf das Buch war ich sehr gespannt, da ich die Trilogie der Autorin so toll fand. Die Idee mit den apokalyptischen Reitern fand ich richtig toll. Da ist es echt schade, dass die Geschichte so nach Schema F abläuft. Auch dass die Bösewichte so blass bleiben finde ich schade, ich mag gut dargestellte Bösewichte^^

    Liebe Grüße
    Tanja

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    1. Hallo Tanja,

      wie schon bei Nadine geschrieben, war es mein erstes Buch von Fr. Rossi und Schreiben kann sie auf jeden Fall. Und ich mag gut dargestellte Bösewichte ebenfalls :), aber hier waren sie einfach "hingeklatscht", ohne Tiefe und Profil...

      Liebe Grüße,
      Uwe

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